Eine Satzung ist ein wichtiges Papier.
Es sind die Regeln eines Vereins.
Die Satzung ist in schwerer Sprache geschrieben.
Alle müssen sich an die Satzung in schwerer Sprache halten.
Damit alle die Satzung verstehen können,
gibt es das Wichtigste der Satzung auch in Leichter Sprache.

Abschnitt 1:

Die Lebenshilfe heißt:
Lebenshilfe im Landkreis Miltenberg e.V.
Kurz kann man auch Lebenshilfe Miltenberg sagen.
Das Büro der Lebenshilfe Miltenberg ist in Elsenfeld in der Marienstraße 21.
Die Lebenshilfe Miltenberg ist da für alle Menschen mit Behinderungen
aus dem ganzen Landkreis Miltenberg.

Abschnitt 2:

1. Die Lebenshilfe Miltenberg hat verschiedene Aufgaben:
Allen Menschen mit Behinderungen soll es gut gehen.

2. Die Lebenshilfe kümmert sich um Babys, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und alte Menschen mit Behinderungen.
Dafür gibt es verschiedene Einrichtungen.
Zum Beispiel:
•Frühförderung für die ganz kleinen Kinder
•Richard-Galmbacher-Schule
•Wohnheime
•Ambulantes Wohnen
•Offene Behinderten-Arbeit.

Dabei möchte die Lebenshilfe ein Gesetz umsetzen.
Das Gesetz heißt: Die UN Behinderten-Rechts-Konvention.
Das Gesetz schützt Menschen mit Behinderungen.

3. Die Lebenshilfe möchte,
dass alle Menschen über Behinderungen Bescheid wissen.
Deshalb macht die Lebenshilfe Öffentlichkeits-Arbeit.
Das heißt:
Die Lebenshilfe lädt Mitarbeiter der Zeitung zu Veranstaltungen ein.
Die Lebenshilfe schickt Berichte an die Zeitung.
Die Lebenshilfe macht Veranstaltungen und Feste
und lädt alle Menschen aus dem Landkreis dazu ein.     
Zu den Veranstaltungen lädt die Lebenshilfe auch Politiker und Bürgermeister ein.

4. Die Lebenshilfe möchte mit allen zusammenarbeiten, die das gleiche Ziel haben.
Das Ziel ist: Menschen mit Behinderungen soll es gut gehen.

Abschnitt 3:

Die Lebenshilfe ist gemeinnützig tätig.
Das bedeutet:
Die Hilfe sollen alle Menschen mit Behinderungen bekommen,
die sie brauchen.
Die Lebenshilfe darf dabei nicht reich werden.
2.Die Mitglieder dürfen kein Geld von der Lebenshilfe bekommen.
3.Die Lebenshilfe darf Geld nur für bestimmte Aufgaben ausgeben.
Diese Aufgaben stehen in der Satzung.
4.Die Arbeitslöhne der Mitarbeiter sollen im normalen Bereich liegen.

Abschnitt 4:

Der Verein braucht für seine Arbeit viel Geld.
Das Geld bekommt er durch
• die Beiträge der Mitglieder.
Das Geld zahlt man einmal im Jahr an den Verein.
• Geld-Spenden
• Öffentliche Gelder von Behörden
wie zum Beispiel dem Bezirk Unterfranken
• Geld von Organisationen wie zum Beispiel Aktion Mensch.
Sie sammeln Geld für Vereine, die mit Menschen mit Behinderungen arbeiten.
• Einnahmen
Solche Einnahmen sind zum Beispiel die Teilnahme-Beiträge
für einen Ausflug.

Abschnitt 5:

1. Jeder kann Mitglied werden.
2. Wer Mitglied werden möchte, stellt einen Antrag.
3. Der Vorstand entscheidet, wer aufgenommen wird.
4. Wer nicht mehr Mitglied sein möchte, schreibt eine Kündigung.
5. Der Vorstand kann Personen aus dem Verein ausschließen.
6. Wenn jemand stirbt, endet die Mitgliedschaft.

Abschnitt 6:

Zum Verein gehören:
1. Die Mitglieder
2. Der Vorstand
3. Der Beirat
4. Arbeits-Gruppen

Abschnitt 7:

1. Die Mitglieder des Vereins treffen sich einmal im Jahr.
Das nennt man Mitglieder-Versammlung.
Alle Mitglieder werden dazu eingeladen.
2. Von der Mitglieder-Versammlung gibt es ein Protokoll.
3. Oft gibt es Abstimmungen in einer Mitglieder-Versammlung.
Zum Beispiel über den Bau eines Wohnheimes.
Das nennt man dann Beschluss.
4. In der Mitglieder-Versammlung wählen die Mitglieder den Vorstand.
Es kann geheim gewählt werden mit Zetteln.
Oder es kann durch Abstimmung gewählt werden.
5. Änderungen dieser Satzung werden den Mitgliedern vorher bekannt gegeben.
Die Änderungen werden in der Mitglieder-Versammlung beschlossen.

6. Das alles passiert in der Mitglieder-Versammlung:
• Der Vorstand wird gewählt
• Es wird beschlossen wie hoch der Mitglieds-Beitrag ist.
Das ist das Geld, das die Mitglieder jedes Jahr an den Verein bezahlen.
• Die Zahlen werden in der Versammlung vorgestellt.
Es wird erklärt, wieviel Geld die Lebenshilfe ausgegeben hat und wieviel Geld sie verdient hat.
• Die Mitglieder beschließen
ob der Vorstand seine Arbeit gut gemacht hat.
Das nennt man: der Vorstand wird entlastet.
• Manche Menschen haben sehr viel für die Lebenshilfe getan.
 Diese Menschen können Ehren-Mitglied werden.
Das wird in der Versammlung beschlossen.
• Die Mitglieder entscheiden darüber,
wenn der Verein geschlossen werden soll.

Abschnitt 8:

1. Im Vorstand sind Männer und Frauen.
Im Folgenden werden nur Männer oder Frauen genannt,
weil es einfacher zu lesen ist.
Die Stellen können aber immer von einem Mann
oder von einer Frau besetzt werden.
Im Vorstand gibt es:
• einen Mann der den Verein leitet.
Das nennt man den Vorsitzenden.
• einem Mann der den Vorsitzenden vertritt.
Das nennt man den zweiten Vorsitzenden.
• einem Mann der das Geld verwaltet.
Das nennt man Schatzmeister.
• einer Frau die in den Besprechungen alles aufschreibt.
Das nennt man Schriftführerin.
• und 7 weitere Menschen.
Das können Menschen mit Behinderungen oder
Eltern von Menschen mit Behinderungen sein.

2. Zusätzlich können 2 weitere Männer oder Frauen vom Vorstand berufen werden.
Insgesamt können 11 bis 13 Personen im Vorstand mitarbeiten.

3. Wenn ein Mann oder eine Frau im Vorstand aufhört,
kann ein neuer Mann oder eine neue Frau gewählt werden.

4. Der Vorstand wird für 3 Jahre gewählt.

5. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von der Lebenshilfe
können nicht im Vorstand mitmachen.

Abschnitt 9:

Für manche Aufgaben benötigt der Verein weitere Männer und Frauen,
die nicht im Vorstand der Lebenshilfe mitarbeiten.
Zum Beispiel können Menschen mit Behinderungen in einem Beirat mitarbeiten.
Es können auch Arbeits-Gruppen zu bestimmten Themen gebildet werden.
Der Vorstand oder die Mitglieder wählen die Personen, die in diesen Gruppen mitarbeiten.

Abschnitt 10:

Der Vorstand kann einen Geschäfts-Führer bestimmen.
Ein Geschäfts-Führer ist der Leiter der ganzen Lebenshilfe.
Der Vorstand kann auch eine Geschäfts-Stelle einrichten.
Die Geschäfts-Stelle ist das Büro der Lebenshilfe.

Abschnitt 11:

Ein Geschäfts-Jahr der Lebenshilfe beginnt am 1. Januar
und endet am 31. Dezember.

Abschnitt 12:

1. Wenn die Lebenshilfe aufgelöst werden soll, können das nur die Mitglieder in einer Versammlung beschließen.
Dabei müssen mindestens 75% der anwesenden Mitglieder dafür sein.
2. Wenn die Lebenshilfe aufgelöst ist,
bekommt der bayerische Landes-Verband der Lebenshilfe
das noch übrige Geld aus der Vereinskasse.
Dieses Geld muss für die Menschen mit Behinderung
im Landkreis Miltenberg ausgegeben werden.